Erfurt
Visitenkarte
Die Landeshauptstadt Erfurt, zentral gelegen im Herzen Thüringens, zählt rund 215.000 Einwohner*innen (Stand: 2024). Bekannt als älteste Universitätsstadt Deutschlands und historisches Zentrum des Landes, verbindet Erfurt gekonnt Tradition und Moderne. Die Stadt beeindruckt durch ihr reiches kulturelles Erbe, darunter der imposante Erfurter Dom und die berühmte Krämerbrücke, die längste durchgehend bebaute und bewohnte Brücke Europas. Erfurt ist seit September 2023 offiziell Teil des Menschheitserbes. In der in großen Teilen intakten historischen Erfurter Altstadt haben sich einmalige bauliche Zeugnisse der bedeutenden jüdischen Gemeinde aus der Zeit zwischen dem ausgehenden 11. und der Mitte des 14. Jahrhunderts erhalten. (Quelle: Stadt Erfurt) Neben ihrer kulturellen Bedeutung ist Erfurt auch ein wichtiger Wirtschaftsstandort und Verkehrsknotenpunkt. Die gut ausgebaute Infrastruktur und das vielfältige Bildungsangebot machen Erfurt zu einem attraktiven Lebensraum.
Die Landeshauptstadt Erfurt beteiligt sich seit April 2024 am Programm Thüringer Präventionsketten. In der Altersgruppe von 0-10 Jahren sollen sowohl der Übergang zwischen Geburt und Eintritt in Einrichtungen als auch zwischen Kindergarten und Schule im Fokus stehen. Ein Ziel ist es, niedrigschwellige, öffentlichkeitswirksame und zielgruppenorientierte Strategien zu entwickeln. Mittelfristig werden sie Bestandteil einer gesamtstädtischen Sozialraumstrategie, für die der Stadtrat der Stadtverwaltung den Auftrag gegeben hat.
Hierbei kann in Erfurt auf eine gute Kommunikationsstruktur ressortübergreifend in der Stadtverwaltung aufgebaut werden. Denn die Planer*innen und Koordinierenden treffen sich bereits regelmäßig, um ein integriertes Vorgehen abzustimmen, gleichermaßen geschieht dies im gesamten Dezernat mit den Amtsleitungen.
Zuletzt wurde im „Kernteam Präventionsketten“ eine Erhebung und Analyse der existierenden Gremien und Netzwerke durchgeführt, um Dopplungen aufzuzeigen und um eventuelle Lücken im Angebot für bestimmte Zielgruppen und in Kommunikationswegen zwischen Handlungsebenen sichtbar zu machen. Außerdem wurden begonnen, konkrete Präventionsangebote der Ämter und von Trägern zusammenzutragen. Hieraus soll eine auch für die Zielgruppen zur Verfügung stehende Übersicht entstehen. Weiterhin wurde im Stadtratsbeschluss zum Aktionsplan Kinderarmut vom 20. Mai 2026 (siehe Drs. Nr. 2524/24) die Einführung einer jährlichen Berichterstattung zur Kinderarmut im Rahmen der Integrierten Kinder- und Jugendhilfeplanung beschlossen. Dabei sollen die Entwicklung der Kinderarmut, bestehende Unterstützungsangebote sowie Handlungsbedarfe erfasst und bewertet werden. Zudem wird die wissenschaftliche Begleitung des Prozesses geprüft. Die ersten Ergebnisse zu Bestandsaufnahme und Unterstützungsangeboten sollen den zuständigen Ausschüssen bis Ende des vierten Quartals 2026 vorgelegt werden.
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