Impressionen aus 2025
2025 haben die Präventionskettenverantwortlichen in den Kommunen viele Akteur:innen zusammengebracht, gemeinsam Übergänge gestaltet und kommunenspezifische Prozesse und Reflexionen initiieren können. Mit Engagement, Geduld und Zusammenarbeit sind daraus Gerüste für Präventionsnetzwerke entstanden, die tragen, vorbeugen und weiterwachsen werden. Wir danken den Kommunen für ihr Engagement! Und wir danken Ihnen herzlich für die konstruktive Zusammenarbeit, die von vielen zwischenmenschlichen Begegnungen und Freude sowie von Vertrauen geprägt waren.
Auch wir vom IKPE waren an vielen Gestaltungs-, Diskussions- und Reflexionsorten unterwegs, zu denen wir Ihnen einen kleinen Rückblick zusammengefügt haben.
Zum Ende des ereignisreichen Jahres wünschen wir Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und gute Momente zwischen den Jahren, in den sogenannten Rauhnächten, in denen Sie Kraft, Muse und Elan schöpfen können und sich neue Räume für kreative Ideen eröffnen, damit wir auch im Jahr 2026 gemeinsam starke Arbeitsbündnisse und Initiativen schmieden.
Wir freuen uns darauf! Lassen Sie es sich gut ergehen!
Ihre/Eure Prozessbegleiterinnen der Thüringer Präventionsketten,
Dr. Heike Schaarschmidt, Julia Bäring und Svenja Ossenbrüggen

Thüringer Präventionsketten immer auf Achse – ein (Reise-)Rückblick auf das Jahr 2025
Im Jahr 2025 war das Team der Thüringer Präventionsketten rund um die Programmleiterin Frau Dr. Heike Schaarschmidt nicht nur in Thüringen aktiv. Hinter uns liegt ein Jahr mit vielen kleinen, aber bedeutsamen Schritten. Wir haben geplant, ausprobiert, nachjustiert und gemeinsam Fortschritte erzielt. Und diese auch über die Grenzen von Thüringen hinaus an anderen Orten und Kommunen vorgestellt und diskutiert. Unser Rückblick lädt dazu ein, zentrale Momente noch einmal in Erinnerung zu rufen und sichtbar zu machen, welche Rolle der Präventionskettenansatz in ganz unterschiedlichen Bereichen spielt.
Gestartet ist das Jahr mit dem 13. Erfurter Fachgespräch der Fachhochschule Erfurt zum Thema „Startchancen und Präventionsketten“. Ziel war das Sensibilisieren dafür, wie viel diese beiden Programme miteinander zu tun haben können. Aus den Blickwinkeln der Thüringer Landesorganisation von „Startchancen“ seitens des THBWK, der Schuldirektorin einer Thüringer Grundschule sowie der Thüringer Präventionsketten und der Fachhochschule Erfurt wurden gemeinsam mit der Auridis Stiftung und dem Qualitätsverbund Präventionsketten Möglichkeiten, Chancen und Bedarfe sowie Sichtweisen diskutiert, um sich aufeinander einzulassen und anzunähern.

Kurz darauf folgten die Jahresgespräche der Thüringer Präventionsketten in den Landkreisen Saale-Orla-Kreis und Sömmerda sowie in der kreisfreien Stadt Jena unter dem Motto „Gemeinsam gestalten wir Perspektiven“.
Diesem Leitbild widmeten wir uns auch im weiteren Jahresverlauf, unter anderem bei der Jahrestagung „Gestalten und Wirken von Präventionsketten in Thüringen“ am 23.04.2025. Besondere Highlights der Veranstaltung waren die Ernennung unserer neuen Schirmfrau, Sozialministerin Frau Katharina Schenk, die Diskussion mit ihr und den Koordinator:innen und Ansprechpartner:innen aus den Kommunen sowie die Poster-Präsentationen von ihnen.

Ein ganzjähriges Projekt stellte die Thüringer Jugendamtsleiter-Fortbildungsreihe „Leitung gestaltet Veränderung“ dar, zu der das IKPE in Kooperation mit Kommune 360° im April, Juni und Oktober in Bad Blankenburg einlud. Das Besondere: Kein Fachthema im strengen Sinne zeichnete den Austausch aus, sondern Fragen, mit welchen Zielen führe ich eigentlich mein Amt, welche Rollen spielen für mich integriertes Handeln und wie begegne ich den Themen Kooperation oder Kollaboration oder agile Netzwerkorganisation? Daraus erwuchsen über drei Treffen sehr spannende Diskussionen und Selbstreflexionen, die damit einhergingen. Und der Wunsch nach einer Fortsetzung.


Im Mai verdeutlichte die Prozessbegleiterin Julia Bäring auf dem 18. Deutschen Hebammenkongress in Münster in einem Vortrag die Relevanz gelingender kommunaler Netzwerkarbeit.

Ebenfalls vertreten waren Dr. Heike Schaarschmidt und Julia Bäring auf dem 18. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Leipzig, wo sie am Stand des IKPE e.V. gemeinsam mit Ministerin Katharina Schenk zum Präventionsketten-Talk einluden.

Nur wenige Tage später stellte Dr. Heike Schaarschmidt die Arbeit der Thüringer Präventionsketten dem Erfurter Jugendhilfeausschuss vor.

Im Juni reiste sie außerdem nach Kassel zum Präsenztreffen des „Qualitätsverbund Präventionsketten“, um sich länderübergreifend mit verschiedenen Akteur:innen zu vernetzen und Zukunftsvisionen zu diskutieren.

Einen Monat später verabschiedeten wir den Prozessbegleiter Andreas Blume-Strotzer, er unterstützte das Team der Thüringer Präventionsketten seit 2022 maßgeblich und trug zu nachhaltigen Gelingensperspektiven bei.

Darüber hinaus nutzten wir verschiedene Qualifikationsmodule um gemeinsam mit den Koordinationsfachkräften die zukünftige Ausrichtung der Prozessbegleitung weiterzudenken und ein Thüringer Wirkungsmodell für die kommunale Präventionskettenarbeit zu entwickeln.

Im September wurde die Verlängerungskonzeption des Programms „Thüringer Präventionsketten“ für die Jahre 2026-2028 von der Auridis Stiftung bewilligt – dafür bedanken wir uns ganz besonders!

Auf dem 83. Deutschen Fürsorgetag am 18. September 2025 wirkten die Koordinatorin des Saale-Orla-Kreises, Frau Jana Einsiedel und Programmleiterin Dr. Heike Schaarschmidt im Fachforum „Präventionsketten erfolgreich gestalten: Armutsfolgen vorbeugen und ein gutes Aufwachsen für alle Kinder und Jugendlichen sichern!“ aktiv mit und stellten sich im Podium den Fragen des sehr interessiertem Publikums.

Und ab September flogen wir dann des Öfteren aus:

Wir waren natürlich in Thüringen aktiv, ebenso in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Dr. Heike Schaarschmidt bot beispielsweise auf dem Fachtag des Landkreises Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt „Gemeinsam gegen Kinderarmut – Strategien für ein armutssensibles Handeln vor Ort“ am 23.9.2025 Anregungen für eine theoretische Reflexion zu Kinderarmut und Armutsfolgenprävention. Im Anschluss folgten Impulse für Reflexionen in Workshops zu den eigenen Präventionsnetzwerken vor Ort.

Bildquelle: Landratsamt Salzlandkreis
Anfang Oktober 2025 konnte Dr. Heike Schaarschmidt den Fachtag in Hagen begleiten. Mit einem Vortrag zu „Braucht es Netzwerke? Und welche Rolle spielen Kinder und Jugendliche in ihnen?“ bot sie Impulse zur Reflexion zu Beteiligungen von Kindern und Familien in Netzwerken. Hagener Expert:innen erörterten unter dem Stichwort „Gemeinsam stark – Netzwerkarbeit und Partizipation im Kinderschutz“ präventive Netzwerke und deren Gestaltung in ihrem regionalen Kontext. Der Fachtag wurde sehr motivierend mit Songs der Jugendband „Lichter der Großstadt“ bereichert.

graphic recording zum Vortrag von Dr. Heike Schaarschmidt und Jugendband „Lichter der Großstadt“, Bildquelle: IKPE
Im Oktober begrüßten wir Svenja Ossenbrüggen als neues Teammitglied. Die Prozessbegleiterin unterstützte unmittelbar bei den Vorbereitungen des Parlamentarischen Dialogs „Thüringen familienfreundlichstes Bundesland: Was können Präventionsketten dazu beitragen?“. Zusammen mit Schirmfrau und Ministerin Katharina Schenk stellten wir Vertreter:innen des Thüringer Landtages die Präventionsketten vor und warben um Unterstützung. Neben dem IKPE zeigten auch die Dezernentin Frau Lützkendorf und Präventionskettenkoordinatorin Daniela Schwarz aus Jena den Mehrwert aus der Perspektive der kommunalen Praxis auf.

Am 21.10.2025 brachten Prof. Dr. Jörg Fischer und Dr. Heike Schaarschmidt aktiv Impulse beim Fachtag des IKPE zum Thema „Zuversicht braucht Vertrauen – Ableitungen des 17. Kinder- und Jugendberichts für die Thüringer Kinder- und Jugendhilfe“ ein.

Auch im Landkreis Zwickau lud das Jugendamt zum Fachforum der Gesundheitsförderung ein und diskutierte mit den regionalen Akteur:innen, wie es um ihre einrichtungsübergreifenden Präventionsansätze aussieht, wie der Austausch gelingt und wie Angebote zu kindorientierter Armutsfolgenprävention aufgestellt sind. Gemeinsam boten Dr. Heike Schaarschmidt und Svenja Ossenbrüggen durch einen Vortrag und in den Workshops theoretische Anstöße wie praktische Ideen aus der Thüringer Praxis.
Und am 17.10.2025 nahm Julia Bäring am Netzwerktreffen des „Präventionsnetz Wartburgkreis“ in Bad Salzungen teil.
Am 07.11.2025 hielt Dr. Heike Schaarschmidt ihren letzten Vortrag für das Jahr 2025 im Landkreis Oder-Spree. In Brandenburg finden seit 2024 in mehreren Kommunen mit Hilfe des Programms „STARK VOR ORT: Soziale Integration von armutsbedrohten Kindern und ihren Familien“ vergleichbare Aktivitäten wie in Thüringen statt und so verwundert es nicht, dass sowohl die integrierte Sozialplanung des Landkreises als auch die verwaltungsinternen wie regionalen Vertreter:innen sich mittendrin im Verständigungsprozess zu präventiv strategische Aktivitäten befinden und eine sehr konstruktive Diskussion zu den Erfahrungen aus Thüringen folgte.
Die Thüringer Präventionskettenkommunen waren im Herbst gleichermaßen aktiv. Ein vierter Fachaustausch der Regionalgruppen in Schleiz zum Übergang Kita–Grundschule fand am 28.10.2025 statt und wurde, wie die vorherigen Veranstaltungen durch die Prozessbegleitung mitgestaltet. In diesem Rahmen konnte auch der erarbeitete Elternflyer stolz präsentiert werden.

Bildquelle: Landratsamt SOK https://gut-leben-rso.de/images/Flyer_digital.pdf
Im November fand das erste Reflexionsgespräch zum Jahresabschluss der Präventionsketten in Sömmerda statt. Eine Woche danach lud das Landratsamt zum „Präventionsbrunch“ ein, um das derzeit zu entwickelnde Präventionskonzept weiter mit Schwerpunkten bereichsübergreifend zu fundieren.
Bereits einen Tag später, am 05.11.2025, reiste das Team der Thüringer Präventionsketten nach Frankfurt, um an der Fachtagung der hessischen Kolleg:innen teilzunehmen. Zwei Wochen später besuchte uns das Team von Rajni Kerber in Erfurt.

Bildquelle: HAGE
Zwischen diesen Terminen lagen zwei weitere Höhepunkte: die Zukunftswerkstatt „Erfolgsfaktoren für einen gelingenden Übergang von der KITA in die Grundschule“ des Landkreises Schmalkalden-Meiningen sowie der bereits erwähnte Präventionsbrunch des Landkreises Sömmerda.

Bildquelle 1-2 Landratsamt Schmalkalden-Meiningen, Bildquelle3 Landratsamt Sömmerda
Das nächste Jahresgespräch folgte am 09.12.2025 in Jena. Weitere sind mit dem Saale-Orla-Kreis und Schmalkalden-Meiningen geplant. Mit dem Wartburgkreis sind wir gleichermaßen im Austausch.
Den Ausklang der ersten Programmlaufzeit feierten das Team der Thüringer Präventionsketten und die Koordinationskräfte am 10.12.2025 mit einem reflektierten Dialog über die vergangene Zeit am IKPE sowie einem Spaziergang über den Erfurter Weihnachtsmarkt in winterlicher Stimmung, bei warmen Getränken.

Am 13.12.2025 schloss auch Jena einen langen Prozess mit der Sozialraumkonferenz „WerkStadt – Leben in Jena-Nord“ ab. Die Veranstaltung führte neue Anregungen mit zuvor gewonnenen Erkenntnissen aus diversen Pop-Up-Events zusammen.

Bildquelle DS, PKK Jena
https://familie-jugend-soziales.jena.de/system/files/2025-09/Doku_Impuls_WerkStadt_Nord_20241015.pdf
Selbstverständlich war das Jahr darüber hinaus von zahlreichen weiteren Aktivitäten und Tätigkeiten hinter den Kulissen geprägt.
Mit diesem kleinen Rückblick möchten wir nicht nur verdeutlichen, welche signifikante Rolle die Arbeit mit und in Präventionsnetzwerken einnimmt, sondern auch, wie relevant Kooperation, ein gemeinsames Verständnis und das Bündeln von Ressourcen auf unterschiedlichen Ebenen und in diversen Kontexten sind. Die Dynamik unserer Zeit stellt uns vor Herausforderungen, denen wir mit koordinierter Netzwerkarbeit, einer gemeinwohlzentrierten Haltung und stets neuen kindorientierten Impulsen begegnen. Mit dieser Grundhaltung gestalten wir die Prozessbegleitung zum Aufbau und Ausbau von Präventionsnetzwerken für ein gelingendes Aufwachsen aller Kinder in Thüringer Kommunen. Und wir freuen uns, dass wir Sie in diesem Prozess in den nächsten Jahren weiterhin begleiten und stärken können; dank der Unterstützung der Auridis Stiftung und des Thüringer Ministeriums Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie Ihnen auch in den Jahren 2026 bis 2028 zur Verfügung stehen.
Wir sagen herzlich „Danke!“ an die kommunalen Akteur:innen, die Auridis Stiftung, das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie, an das Team des IKPE e.V. sowie an alle weiteren Akteur:innen, die uns in dieser ersten Programmlaufzeit begleitet haben und weiterhin begleiten werden.
Für weitere Informationen zu allen Themen können Sie auf dieser Website zeitnah die Jahresplanung 2026 einsehen sowie in unserem News-Archiv, im Bereich Kommunen und unter Service und Medien stöbern.
Wir freuen uns auf die kommenden Ereignisse und spannenden Anregungen im Jahr 2026!